Bilanzierung in der Unternehmenskrise
Beschreibung
Sobald ein Unternehmen in Schieflage gerät, erfordert die Bilanzierung in der Unternehmenskrise besondere
Vorsicht und Prüfungen.
Das Haftungsrisiko betrifft nicht nur Geschäftsführungsorgane, sondern auch die beratenden Berufe. Dieses Ganztagesseminar vermittelt kompakt und praxisnah, worauf es bei der Bilanzierung in der Krise ankommt.
Sie erkennen Warnsignale im Rechnungswesen rechtzeitig zu deuten, die Going-Concern-Prämisse
sowie Erläuterungen/Angaben im Anhang rechtlich zu würdigen und persönliche zivil- und strafrechtliche Haftungspotentiale zu minimieren.
Voraussetzungen bzw. Vorkenntnisse
Bilanzerstellungskenntnisse
Zielgruppe
Steuerberater:innen, Bilanzersteller:innen, Wirtschaftsprüfer:innen, Mitarbeiter:innen im Finanzwesen
Ausbildungsziel / Lernergebnisse
- Entwicklung von Kompetenz und Sicherheit bei der Bilanzierung von Unternehmen in der Krise.
- Dieses Seminar vertieft bilanzielle Spezialfragen des UGB in der Krise und würdigt die erweiterten Aufklärungs- und Warnpflichten des steuerlichen Beraters inklusive Minimierung von Haftungsszenarien für das Management
Inhalt
Vortragender Dr. Franz BALIK, 09:00-12:30 Uhr
- Prüfung Going-Concern-Prämisse: Wann muss von Fortführung auf Liquidationswerte umgestellt werden
- Würdigung Erläuterungspflicht negatives Eigenkapital gemäß § 225 Abs. 1 UGB
- Repetitorium Unternehmenskrise Frühwarnindikatoren, Zahlungsunfähigkeit, insolvenzrechtliche Überschuldung
- Kurzexkurs: rechnerische Überschuldungsprüfung
- Würdigung Fortführungsprognose vs Fortbestehensprognose
- Kurzexkurs: Eigenkapitalersatzrecht
Vortragender Univ.-Prof. Dr. Klaus Hirschler, 13:30-17:00 Uhr
- Sanierungsinstrumente in der Bilanz: insbesondere Rangrücktritt, Gesellschafterzuschüsse
- Patronatserklärung und Bilanzierung
- Bewertungsfragen in der Krise: Aktivierungsverbote, strenges Niederstwertprinzip, außerplanmäßige Abschreibungen
- Ausschüttungssperre
- Umgründungen vs Unternehmen in der Krise
Lernergebnisse
Frühwarnindikatoren einer Unternehmenskrise erkennen und deren bilanzielle sowie insolvenzrechtliche Bedeutung beurteilen.
Sie können Zahlungsunfähigkeit, insolvenzrechtliche und rechnerische Überschuldung unterscheiden sowie Fortführungs- und Fortbestehensprognose einordnen.
Die Going-Concern-Prämisse, die Bewertung zu Liquidationswerten und gesetzliche Angabe- und Erläuterungspflichten sachverhaltsbezogen beurteilen.
Dies umfasst insbesondere negatives Eigenkapital gemäß § 225 Abs. 1 UGB, Bewertungsfragen und die Ausschüttungssperre.
Ausgewählte Sanierungsinstrumente und Umgründungen in der Krise bilanziell und rechtlich würdigen.
Sie können daraus erforderliche Aufklärungs-, Warn- und Dokumentationsmaßnahmen ableiten und zivil- sowie strafrechtliche Haftungsrisiken für Management und beratende Berufe reduzieren.
Literatur und weiterführende Hinweise
Der Jahresabschluss nach dem Unternehmensgesetzbuch (Egger/Bertl/Hirschler, Linde Verlag)
Buchhaltungs- und Bilanzierungshandbuch (Bertl/Deutsch-Goldoni/Hirschler, LexisNexis Verlag)
Fortbildungsverpflichtung (gemäß WTBG)
Angabe der Stundenanzahl gemäß § 71 Abs. 3 WTBG 2017: Diese Veranstaltung entspricht gemäß § 71 Abs. 3 WTBG 2017 (Fortbildungsverpflichtung für Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen) einem Umfang von 7,5 Stunden.
Bild- u. Tonaufnahmen
Wir bitten um Verständnis, dass jegliche Aufzeichnungen von Veranstaltungen/Vorträgen/Diskussionen/Unterlagen/Listen etc. mit Bild und/oder Ton (mit welchen Tools auch immer), ohne vorherige Genehmigung durch die Akademie und der jeweiligen Vortragenden, verboten sind.