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Lehrgang Finanzstrafrecht

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Preise inkl. 20% Mwst

5.628,00 €



Mitarbeiter-Kontakt

Jessica Schaub
j.schaub@akademie-sw.at Tel.: +43-1-815 08 50-17



Kursinformationen


Beschreibung

Der Lehrgang besteht aus 6 Modulen - Lehrgangsdauer: 104 Stunden (Änderungen vorbehalten)

 

Den Folder mit allen Detailinhalten und weiteren Informationen finden Sie hier

 

Die Beratung, Vertretung bzw. Verteidigung in Finanzstrafsachen stellen eine der herausforderndsten interdisziplinären Aufgabenstellungen für den Wirtschaftstreuhänder oder Anwalt dar: Spezialkenntnisse des Abgabenrechts, insbesondere des Abgabenverfahrensrechts, sind genauso gefragt wie Kenntnisse der Rechnungslegung, der Betriebswirtschaftslehre, des Strafrechts und Strafprozessrechtes. Darüber hinaus ist ein hohes Maß an Verhandlungserfahrung, Geschick und damit allgemeiner Beratungskompetenz unverzichtbar.

 

Das Verständnis dieser Rechtsmaterie und der besonderen Risiken, sowie die Wahrnehmung dieses Geschäftsfeldes, ist für Wirtschaftstreuhänder ohne strafrechtliche Ausbildung daher eine besondere Herausforderung und ohne hochqualifizierte, fachliche Einführung und Vertiefung riskant und sehr aufwändig.

 

Die Berührungspunkte mit dem Finanzstrafrecht nehmen zu: Die Intensivierung der Betrugsbekämpfung, die internationale Zusammenarbeit der Finanzbehörden und die Stärkung der Strafverfolgungsbehörden führen zu steigenden Risiken für Mandanten und deren Berater.

 

Die erfreuliche längst fällige Erhöhung der Strafbarkeitsschwelle mit 1.1.2016 auf grobe Fahrlässigkeit ändert an diesen grunsätzlichen Ausbildungserfordernissen nichts.

 

Eine hoch qualifizierte Wahrnehmung derart komplexer Aufgabenstellungen kann regelmäßig nur durch ein hoch qualifiziertes ExpertInnen-Team gelingen.

 

Der Lehrgang führt praxisbezogen anhand von Fallbeispielen in alle wesentlichen Gesichtspunkte des Finanzstrafrechts ein und ermöglicht unfassendes Risikobewusstein, Grundlagen der Präventionsberatung und die Grundlagen professioneller Strafverteidigung.

 

Es ist ein Gebot der Stunde diesen Lehrgang interdisziplinär für Wirtschaftstreuhänder und Rechtsanwälte anzubieten. Die Zusammenarbeit und der daraus resultierende Erfahrungsaustausch zwischen Wirtschaftstreuhändern und Rechtsanwälten haben sich im Rahmen dieses Lehrgangs bestens bewährt und sind geeignet, disziplinübergreifendes Teamwork zu fördern.

Ziel

     

  • Vermittlung von Grundkenntnissen des Strafrechts für TeilnehmerInnen mit geringen juristischen Vorkenntnissen zu Beginn des Lehrgangs im Modul 1
  • Aneignung von qualifiziertem Risikobewusstein und Spezial- und Zusatzkompetenzen in finanzstrafrechtlichen Angelegenheiten
  • Zurverfügungstellung der Vortragsunterlagen samt Fallteil mit Lösungen pro Vortrag für die TeilnehmerInnen im Vorhinein
  • Spitzenvortragende aus den Bereichen Universität, Finanzverwaltung, Rechtsanwälte und Wirtschaftstreuhänder
  • Jedes Modul garantiert praxisgerechtes Training anhand von Praxisbeispielen und gewährleistet damit die Anwendung und unentbehrliche Routine desstrafrechtlichen Fallprüfungschemas. Ein Fallkatalog von über 100 Beispielen wird von den Vortragenden referiert und als Rahmen für die Klausur aufgearbeitet.
  • Bewältigbare Klausur durch vernünftige Eingrenzung des Stoffumfangs auf Lösung praxisbezogene Fallbeispiele
  • Gezielte Prüfungsvorbereitung unter Bezugnahme auf erforderliche Arbeitstechniken
  • Außenauftritt als FinanzstrafexpertIn
  •  

Inhalt

     

  • Modul 1 - Einführung in das Strafrecht (Birklbauer/Leitner/Scheil/Schmoller)

       

    • Grundbegriffe des Strafrechts
    • Deliktsgruppen
    • Fallprüfungsschema
    • Vorsatz / Fahrlässigkeit
    • Versuch
    • Irrtum
    • Strafaufhebungsgründe / Strafausschließungsgründe
    • Grundzüge der StPO
    • Beteiligung
    • Konkurrenzen
    • Ausgewählte Wirtschaftsstrafdelikte (Betrug, Untreue, Geldwäsche)
    •  

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  • Allgemeiner Teil des Finanzstrafrechts:
    Modul 2 - Grundlagen und Besonderheiten im FinStrG (Scheil)

       

    • Strafrechtliche Auslegungsmethoden
    • Rückwirkungsverbot und Günstigkeitsvergleich
    • sachlicher und örtlicher Geltungsbereich
    • Deliktsgruppen
    • Vorsatz
    • (grobe) Fahrlässigkeit
    • Unrechtsbewusstsein
    • Irrtum
    • Schuldausschließungsgründe und Strafausschließungsgründe
    • Unterlassen
    • Versuch
    • Rücktritt vom Versuch
    • Sanktionensystem
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  • Modul 3 - Konkurrenzen, Verjährung, Verbandsverantwortlichkeit, Amts- und Rechtshilfe und internationale Aspekte (Brandl/Dannecker/Schmoller)
    •  

    • Konkurrenzen zwischen Finanzvergehen und von Finanzvergehen mit anderen Straftaten
    • Verjährung (abgabenrechtliche Bemessungsverjährung / finanzstrafrechtliche Verfolgungsverjährung + Schnittpunkte)
    • Haftung Dritter
    • Verbandsverantwortlichkeit
    • Steuerliche Erfassung ausländischer Sachverhalte
    • Einfluss des Gemeinschaftsrechts auf das nationale Abgaben- und Finanzstrafrecht
    • EMRK und FinStrG
    • Internationale Amts- und Rechtshilfe
    • Vereinheitlichung und Abstimmung der nationalen Abgaben- und Finanzstrafrechtsordnungen in der EU
    • ne bis in idem
    • Internationale Abgabenhinterziehung als Herausforderung für die Strafverteidigung
    • Finanzvergehen und Korruption
    •  

 

     

  • Modul 4 - Abgabenhinterziehung, Abgabenbetrug, USt- und Lohnsteuerdelikte (Bartalos/Leitner)

       

    • Finanzvergehen - Überblick
    • Fallprüfung
    • Abgabenhinterziehung (§ 33 FinStrG)
    • Dogmatische Struktur
    • Fallkonstellationen der Praxis: Scheingeschäfte, Treuhandkonstruktionen, Briefkastengesellschaften, Missbrauch, Verdeckte Ausschüttung,
    • Beteiligungsrisiken für Berater
    • Abgabenbetrug (§ 39 FinStrG) : unter Verwendung falscher/verfälschter Urkunden/Daten/Beweismitteln (§ 39 Abs 1 lit a), unter Verwendung von Scheingeschäften/Scheinhandlungen (§ 39 Abs 1 lit b FinStrG), unter Verwendung softwaremanipulierter Programme zur automationsunterstützten Führung von Büchern/Aufzeichnungen (§ 39 Abs 1 lit c), Vorsteuerbetrug (§ 39 Abs 2 FinStrG)
    • Bandenmäßige Abgabenhinterziehung (§ 38a FinStrG)
    • Gewerbsmäßige Begehung (§ 38 nF FinStrG)
    • Umsatzsteuerdelikte (§ 33 Abs 2 lit a, § 49 FinStrG)
    • Umsatzsteuerbetrug (§ 39 Abs 2 lit a FinStrG, Umsatzsteuerkarusselle)
    • Lohnsteuerdelikte (§ 33 Abs 2 lit b FinStrG)
    • Finanzordnungswidrigkeiten (§§ 49, 50, 51  FinStrG)
    • Grob fahrlässige Abgabenverkürzung (§ 34 FinStrG)
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  • Modul 5 - Zollrecht, Zollstrafrecht, Selbstanzeige (Brandl/Summersberger/Reger)

       

    • Allgemeines Zollrecht
    • Zollschuldrecht
    • Schwerpunkte: Reiseverkehr, zugelassener Wirtschaftsbeteiligter, Präferenznachweise, Anti-Dumping, Ausfuhrerstattungen
    • Schmuggel und Hinterziehung von Eingangsabgaben (§ 35 FinStrG)
    • Grob fahrlässige Verkürzung von Eingangsabgaben (§ 36 FinStrG)
    • Abgabenhehlerei (§ 37 FinStrG)
    • Monopolvergehen
    • Herbeiführung unrichtiger Präferenznachweise (§ 48a FinStrG)
    • Verfall / Wertersatz

         

      • aus Sicht der Finanzverwaltung
      • aus Sicht des Unternehmers / steuerlichen Vertreters
      •  

    • Umfassende Darstellung der Selbstanzeige mit Schwerpunkt Neuregelungen (§ 29 Abs 3 lit d, § 29 Abs 6 FinStrG)
    • Verkürzungszuschlag (§ 30a FinStrG)
    • Landesgesetzlich geregelte Finanzvergehen
    • Gerichtliche Straftatbestände gem Art II FinStrG
    • Begünstigung (§ 248 FinStrG)
    •  

  •  

 

     

  • Modul 6 - Schnittpunkte und Abweichungen, verwaltungsbehördliches und gerichtliches Finanzstrafverfahren (Ehrke-Rabel/Hübner/Schmieder)
    •  

    • Schnittpunkt: Abgabenverfahren, Finanzstrafverfahren, Bindungsaspekte
    • Abgabenverfahren als Vorprüfung für das Finanzstrafverfahren
    • Abweichungen im gerichtlichen Finanzstrafverfahren
    • Abgabenrechtlicher / finanzstrafrechtlicher Vergleich
    • "Nemo tenetur"-Grundsatz
    • Zuständigkeitsabgrenzung Verwaltungsbehörde/Gericht
    • Anzeigepflicht
    • Funktionale Zuständigkeit im verwaltungsbehördlichen Finanzstrafverfahren
    • Instanzenzug
    • Gang des verwaltungsbehördlichen Finanzstrafverfahrens
    • Rolle des WT im gerichtlichen Finanzstrafverfahren
    • Verhältnis Finanzstrafbehörde - Gericht
    • Stellung der Finanzstrafbehörde im gerichtlichen Finanzstrafverfahren
    • Inhalt und Grenzen zulässiger (gebotener) Verteidigung
    • Beweis- und Zwangsmittel, Hausdurchsuchung, Beschlagnahme
    • Kontenregister und Konteneinschau
    • Rechtsmittel im gerichtlichen Strafverfahren
    • Fehlerquellen im gerichtlichen Rechtsmittelverfahren
    •  

Zielgruppe

Der Lehrgang wird für SteuerberaterInnen, WirtschaftsprüferInnen, BerufsanwärterInnen mit einschlägigem Universitätsstudium sowie RechtsanwältInnen und KonzipientInnen angeboten.

 

Er soll Grundlage für SteuerberaterInnen und WirtschaftsprüferInnen und Rechtsanwälte sein, die sich dem Geschäftsfeld der Vertretung und Verteidigung in Finanzstrafsachen besonders zuwenden wollen, wendet sich aber in gleicher Weise auch an all jene Wirtschaftstreuhänder und Rechtsanwälte, die lediglich ihr Risikobewusstsein in diesem Segement schärfen oder im Bereich der Präventionsberatung tätig werden wollen.

Die Prüfung zum Lehrgang ist nur für geprüfte WirtschaftstreuhänderInnen und RechtsanwältInnen zugänglich.

Preis Informationen

In den Lehrgangsgebühren sind inkludiert:

- Teilnahme an den Modulen

- "Finanzstrafrecht kompakt" (Leitner/Plückhahn), 4. Aufl.

- Unterrichtsskripten per pdf und in Papierform, inkl. Kompendium Praxisfälle mit Lösungen

- Pausenverpflegung

 

 

Allgemeine Informationen

Fortbildungsverpflichtung:

Dieser Lehrgang ist aus Sicht der Akademie geeignet, auf die Fortbildungsverpflichtung für Wirtschaftstreuhänder gemäß § 3 WT-ARL angerechnet zu werden.

 

Verfahrenshilfeverteidiger:

Als zertifizierter Finanzstrafrechtsexperte und Wirtschaftstreuhänder haben Sie die Möglichkeit, sich zum Verfahrenshilfeverteidiger bestellen zu lassen.

Detailinformationen finden Sie hier.

 

RechtsanwältInnen wird mit entsprechendem Nachweis das erste Modul angerechnet.

 

Bild- und Tonaufnahmen

Wir bitten um Verständnis, dass jegliche Aufzeichnungen von Veranstaltungen/Vorträgen/Diskussionen/Unterlagen/Listen etc. mit Bild und/oder Ton (mit welchen Tools auch immer), ohne vorherige Genehmigung durch die Akademie und der jeweiligen Vortragenden, verboten sind.

Vielen Dank!

Terminübersicht

Modul 1: 15.01. – 18.01.2019

Modul 2: 27.02. – 28.02.2019

Modul 3: 19.03. – 20.03.2019

Modul 4: 03.04. – 05.04.2019

Modul 5: 25.04. – 26.04.2019

Modul 6: 08.05. – 10.05.2019

 

jeweils von 09:00-16:30 Uhr

Ausnahmen:

15.01.2019: Beginn 12:30 Uhr

27.02.2019: Beginn 13:30 Uhr

05.04.2019: Ende 12:30 Uhr

10.05.2019: Ende 12:30 Uhr